Jungmann, Dr. Alexander
Ich bin Sozial- und Kulturwissenschaftler sowie promovierter Soziologe mit Schwerpunkten
in der Stadtsoziologie (Architektur, Lebenswelten, Raum, Siedlung), Migrationssoziologie
(incl. Integration) sowie politischen Soziologie und Gesellschaftstheorie/Sozialphilosophie.
Promoviert habe ich hier an der Universität Augsburg mit einer Grundlagenarbeit über
"Jüdisches Leben in Berlin. Der aktuelle Wandel in einer metropolitanen
Diasporagemeinschaft". Lehr- und Forschungstätigkeiten führten mich außerdem u. a. an die
LMU München sowie als Professurvertretung nach Marburg
Der Augsburger Stadtwald stellt eine einzigartige, unter Naturschutz stehende Kulturlandschaft des wechselseitigen Zusammenwirkens von Mensch und Natur dar. Dabei birgt er, oft etwas abseits der Hauptwege, geheimnisvolle Zeugnisse vergangener Zeiten, denen wir radelnd auf die Spur kommen wollen. Treff: Am Kiosk der Sportanlage Süd (Ilsungstr.) Bitte beachten Sie: Es besteht eine Helmpflicht! Empfehlung: ausreichend zu trinken, regenfeste Kleidung und eine Luftpumpe mitnehmen. Anmeldung unbedingt erforderlich!
Die 1920er Jahre sind eine Blütezeit des Siedlungswesens und der Baugenossenschaften. Die Firnhaberau erfüllt beides in ihrer Verschränkung in Reinform. Mit viel Idealismus und Engagement wurde hier überwiegend von den Bewohnern ab 1921 bis noch nach dem 2. Weltkrieg eine Siedlung geschaffen, die bis heute nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt hat. Bei der Begehung werden außerdem die interessanten Schul-, Kirch-, Geschäfts- und Gaststätten-Gebäude vorgestellt´ Treff: Vor der Gaststätte Hubertushof beim Hubertusplatz Anmeldung unbedingt erforderlich!
Der alte Arbeiterstadtteil ist einer der wichtigsten Orte des sozialen Wohnungsbaus der 1920er Jahre in Augsburg. Dessen bauliches Ausrufezeichen ist der Eschenhof, von wo die Führung startet. Treff: Straßenbahn-Haltestelle Eschenhof stadteinwärts (nicht Eingang Eschenhof!) Anmeldung unbedingt erforderlich!
Göggingen hat sich mit dem Parktheater, den historischen, einer Kurstadt würdigen Bauten der Hessingklinik und vielen weiteren im Grünen gelegenen Villen seinen Charme bewahrt, dem wir auf der Führung nachgehen wollen. Treff: Vor der Dreifaltigkeitskirche nahe der Kreuzung Von-Cobres-Str./Klausenberg Anmeldung unbedingt erforderlich!
Das Antonsviertel ist ein hauptsächlich in der Gründerzeit und den 1920er Jahren erbautes Großstadtquartier. Es besticht neben vielen interessanten Wohnbauten mit dem Wittelsbacher Park und der architektonisch herausragenden, dem Stadtteil seinen Namen gebenden backsteinexpressionistischen Antonskirche, einem auch für viele Einheimische "hidden champion". Treff: Nord/Ost-Ecke Gögginger Str./Morellstr., Höhe Straßenbahn-Haltestelle Kongress am Park (Linie 1 stadteinwärts) Anmeldung unbedingt erforderlich!
Unter militärischen Gesichtspunkten war Haunsteltten im 2. WK für das NS-Regime sowie für die Westalliierten mit dem nördl. gelegenen Flugplatz und den Messerschmidt-Flugzeugwerken von herausragender Bedeutung - mit der Folge von schwersten Bombenangriffen insb. der US-Airforce auf ganz Haunstetten. Insb. der im Kern aus den 1930er Jahren stammenden Messerschmitt-Siedlung sowie dem heutigen Gedenkort für das KZ-Außenlager wollen wir uns mit der Führung näher widmen. Treff: Postillonstr. Höhe Straßenbahn-Haltestelle Hofackerstr. (Straßenbahn-Linie 3 stadteinwärts) Anmeldung unbedingt erforderlich!
Städte und insbesondere Großstädte üben seit je her eine Faszination auf Menschen aus, gelten aber zugleich auch als angsteinflößend, mitunter abstoßend. Mit ihrer Erfindung manifestiert sich in räumlicher Hinsicht wie nirgends sonst Zivilisation als 'die zweite Natur' des Menschen. Die Soziologie - selbst ein Kind der Großstadt - versucht seit nunmehr über 100 Jahren, zu ergründen: Was macht die moderne Großstadt eigentlich aus? Mit einigen ausgewählten Texten ihrer Vertreter wollen wir uns im 'Dschungel', Labyrinth' und 'Laboratorium' Großstadt orientieren, uns darüber hinaus aber auch mit Flaneuren wie Walter Benjamin darin willentlich etwas verlaufen.
Antisemitismus ist kein Problem der Vergangenheit. Judenfeindliche Denkweisen begegnen uns auch heute: online, im Alltag und in politischen Debatten. Doch was genau ist Antisemitismus? Wie entsteht er? Und wie kann ich im Alltag Haltung zeigen - in Augsburg und darüber hinaus? In einem kurzen Impulsvortrag werden verschiedene Formen von Antisemitismus vorgestellt und mit der Lebensrealität jüdischer Menschen heute in Beziehung gesetzt. Außerdem geht es um die Frage, welchen Beitrag Kultur leisten kann, um Räume für Austausch und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu öffnen. Sie lernen die Augsburger Initiative „Artists against Antisemitism“ kennen, die sich vor Ort gegen Hass und Ausgrenzung engagiert und aus ihrer Arbeit berichtet.