Studium generale
Im Vortrag wird die harmonische Beziehung zwischen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Musikern in den letzten beiden Jahrhunderten behandelt. Beispiele sind Wilhelm E. Webers Forschungen zu adiabatischen Phänomenen und kompensierten Orgelpfeifen, sowie Friedrich Trautweins Arbeiten zur Radio-Klangtreue und seine Erfindung des Trautoniums. Myles W. Jackson ist ein US-amerikanischer Wissenschaftshistoriker und derzeit Professor am Institute for Advanced Study, Princeton.
22.09., Augsburger Künstler: Der Goldschmied David Altenstetter (um 1547-1617) 29.09., Augsburger Künstler: Der Bildhauer Georg Petel (um 1601-1634) 06.10., Augsburger Künstler: Der Maler Matthäus Kager (1575-1634) 20.10. Stammbücher bedeutender Augsburger Familien 27.10. Reichstage in Augsburg als Treffpunkt der großen Welt
Platons "Symposion" ist einer seiner herausragenden Dialoge. Es geht um "Eros". Dieser ist für Platon die Liebe zu allem Schönen, Wahren und Guten. Was wir heute unter "Erotik" verstehen, ist für Platon nur der erste Anfang eines Weges, der vom Physischen zum Geistigen hinführt und letztlich auch noch den Geist übersteigt. Platon nimmt uns mit auf eine Reise, die er äußerst kunstvoll gestaltet. (Textgrundlage: Platon: Das Gastmahl, übers. und hg. von Thomas Paulsen, Ditzingen 2008, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 18527)
28.09.2026 - Prof. Dr. Wolfgang Weber (Kulturwissenschaft): Göttliche Zeiten: Zeitauffassungen und Periodisierungen in Judentum, Christentum und Islam 05.10.2026 - Johannes Litzel (Anthropologie): "Zeitlos ? - Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt...... " Von der Prähistorie bis zum Beginn der Hochkulturen. 19.10.2026 - Dr. Nadja Böckler (Ägyptologie): "Pharaonen hatten auch keine Zeit" 09.11.2026 - Prof. Dr. Klaus Wolf (Literatur): "Vom Zeitgedicht zum Zeitroman - Schlaglichter aus der Bayerischen Literaturgeschichte" 16.11.2026- Prof. Dr. Manfred Negele (Philosophie): Das Phänomen der Zeit - Philosophische Deutungen von der Antike bis in die Gegenwart 30.11.2026 - Katharina Maier (Literaturwissenschaft) "Der Wolkenatlas - Wie Erzählungen Zeit verdichten" 07.12.2026 - Dr. Gertrud Roth-Bojadzehiev (Kunstpädagogik) 11.01.2027 - Dr. Christina von Berlin (Kunstgeschichte) Die sog. Türkenuhr - ein kostbarer Zeitmesser des Barocks aus Augsburger Produktion Zusatztermin: 21.01. Dr. Christina von Berlin: Exkursion Maximilian Museum (10.30-12.00) Vor Ort - die Türkenuhr von Angesicht zu Angesicht
Angst vor Hölle, Hexerei und dämonischen Mächten prägte die Vorstellungswelt vieler Menschen der frühen Neuzeit. Lange galt die Vorstellung, die Kirche habe diese Ängste vor allem zur Kontrolle der Gläubigen genutzt, während Aufklärung und moderne Wissenschaft sie als Aberglauben zurückdrängten. Die neuere Kulturgeschichte zeigt jedoch ein differenzierteres Bild: Religiöse Ängste dienten nicht nur der Einschüchterung, sondern boten auch Erklärungen und Bewältigungsmöglichkeiten für existenzielle Bedrohungen. Mit dem Wandel zur Aufklärung verschwanden Ängste nicht, sondern veränderten ihre Gestalt. An die Stelle von Hölle und Hexerei traten neue Unsicherheiten – etwa die Angst vor den Folgen menschlichen Handelns, vor Krieg, gesellschaftlichen Krisen und ökologischen Gefahren. Prof. Dr. Wolfgang E. J. Weber ist Historiker an der Universität Augsburg, zuletzt wiss. Sekretär des Instituts für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg. Zahlreiche Publikationen u. a. zur politischen Ideengeschichte
Die Untersuchung der Evolution des Menschen ist eine durchaus kriminalistische Spurensuche. Gibt es Opfer? Wer ist der Täter? Falsche Fährten, lügende Zeugen, irrende Gutachter, uneindeutige, fehlende oder gar gefälschte Beweise, Sackgassen der Ermittlungen: Wir nehmen die Spur auf und werden versuchen, Licht in die Sache zu bringen und den verzwickten Fall zu lösen.
Verehrt und bewundert, verachtet und gefürchtet: Den Orden der Jesuiten umgibt seit jeher eine ganz besondere Faszination. Der spanische Adlige Íñigo López de Loyola gründet 1540 den mächtigen Männerbund Societas Jesu – die Gesellschaft Jesu – und schon früh erfährt der Orden einen rasanten Aufstieg und wird vom Vatikan als Antwort auf die Reformation gesehen und mit der Gegenreformation beauftragt.
Verehrt und bewundert, verachtet und gefürchtet: Den Orden der Jesuiten umgibt seit jeher eine ganz besondere Faszination. Der spanische Adlige Íñigo López de Loyola gründet 1540 den mächtigen Männerbund Societas Jesu – die Gesellschaft Jesu – und schon früh erfährt der Orden einen rasanten Aufstieg und wird vom Vatikan als Antwort auf die Reformation gesehen und mit der Gegenreformation beauftragt.
Dror Mishani verbindet das klassische Krimi-Genre mit psychologischer Tiefe: Schuld, Angst und moralische Grauzonen werden ausgelotet. Seine ruhige, präzise Sprache macht das Alltägliche ebenso spannend wie das Verbrechen selbst. So gewährt er neben dem Lesegenuss einen differenzierten Einblick in die israelische Gesellschaft. Der israelische Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Übersetzer ist vor allem für seine vielfach ausgezeichneten Kriminalromane bekannt. In seinen Werken verbindet er spannende Ermittlungen mit einfühlsamen Beobachtungen der israelischen Gesellschaft und ihrer Menschen. In Kooperation mit der DIG Augsburg-Schwaben.
Ob Schneckenhäuser und bunte Federn, Goldringe und Diamantencolliers oder Schmucknarben und Tatauierungen: Es gibt gute Gründe, sich zu schmücken. Abgrenzung, Schutz, Ästhetik, Tanz, Gruppenzusammenhalt, Partnersuche, Religion, Wertanlage, Kriege u. v. a. m. Und diese Gründe gibt es auch schon sehr lange. Eine Expedition über alle Kontinente und durch alle Zeiten des Schmuckuniversums.
Keine Epoche des Mittelalters war derartig vielseitig von Kunst durchdrungen wie die Herrschaftszeit des Stauferkaisers Friedrich II. Sein Leben, sein Wirken und vor allem die Kunst seiner Zeit sind Thema dieses Semesters.
Medien begegnen uns täglich – über Nachrichten, soziale Medien, Filme oder Serien. Sie informieren über Krisen, Kriege, den Klimawandel oder gesundheitliche Risiken und können dabei Sorgen und Ängste auslösen. Doch machen Medien uns tatsächlich ängstlicher? Oder helfen sie uns auch dabei, mit Ängsten umzugehen? Der Vortrag stellt wissenschaftliche Erkenntnisse dazu vor, wie Medien die Wahrnehmung von Risiken beeinflussen. Außerdem geht er der Frage nach, wie individuelle Ängstlichkeit und Mediennutzung zusammenhängen. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Fragen: Wann können Medien beunruhigen? Wie können sie bei der Bewältigung von Ängsten helfen? Und unter welchen Bedingungen motivieren sie Menschen dazu, selbst aktiv zu werden – etwa beim Klima- oder Gesundheitsschutz? Auf Grundlage aktueller Erkenntnisse der Kommunikationswissenschaft erfahren Sie, welche Menschen besonders empfindlich auf belastende Medieninhalte reagieren und wie ein bewusster Umgang mit Medien gelingen kann. Der Vortrag richtet sich an alle, die besser verstehen möchten, welche Rolle Medien für unsere Ängste – und für unseren Umgang mit ihnen – spielen. Prof. Dr. Helena Bilandzic. Promotion in Kommunikationswissenschaft (2003, LMU München), Habilitation in Kommunikationswissenschaft (2009, Universität Erfurt). Seit 2010 Professorin für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Rezeption und Wirkung an der Universität Augsburg. Stationen in München, Erfurt, Berlin, Ilmenau, Friedrichshafen und Auslandsaufenthalte in den USA. Direktorin des Instituts für Medien, Wissen und Kommunikation an der Universität Augsburg. Mitglied der Academia Europaea. Ihre Forschung befasst sich mit Medienwirkungen im Bezug auf Umwelt, Gesundheit, Wissenschaft und Künstliche Intelligenz. Weitere Schwerpunkte sind das Erleben und die Wirkung narrativer Medieninhalte.
Eine „arbeitslose“ Angst ist eine Angst, die keine Macht mehr über unsere Gedanken, Gefühle und Entscheidungen besitzt. An ihre Stelle treten Gelassenheit, Klarheit und die Freiheit, das Leben mit mehr Mut und Vertrauen zu gestalten. Der Vortrag zeigt auf, wie Ängste ihre bestimmende Rolle verlieren können und wie ein selbstbestimmter Umgang mit ihnen gelingt. Kina Yakimova ist Mutmacherin. Mit ihrem besonderen Blick erkennt sie Möglichkeiten dort, wo andere nur Grenzen sehen. Sie ist eine aufgeweckte, lebensfrohe Mama von drei Kindern. Im Juli 2023 erkrankte sie schwer an einer Sepsis. Mit tiefgreifenden Folgen: Sie verlor beide Beine und ihren rechten Oberarm. Seitdem hat sich ihr Leben grundlegend verändert. Doch auch wenn sie ihre Gliedmaßen verloren hat, sind ihre Stärke, ihr Mut und ihre Lebensfreude geblieben. Mit ihrer außergewöhnlichen mentalen Kraft inspiriert Kina Yakimova heute Menschen dazu, zu erkennen, dass eine Behinderung nicht das Ende des Lebens bedeutet.