Stadtführungen
Augsburg ist "Friedensstadt", aber was bedeutet das eigentlich und welche Spuren finden wir dazu in der Stadt? Wir gehen gemeinsam auf Spurensuche und besuchen Orte in der Augsburger Innenstadt, an denen Erzählungen über Frieden und Unfrieden sichtbar werden. Wie wirken diese Geschichten bis heute? Neben bekannten Bezügen wie dem "Augsburger Religionsfrieden" oder dem Hohen Friedensfest öffnen wir auch Raum für weniger erzählte, machtkritische und postkoloniale Perspektiven auf die Friedensstadt. Für alle, die Augsburg aus neuen Blickwinkeln kennenlernen möchten! Leitung: Team Prof. Dr. Christoph Weller, Transferzentrum Frieden Augsburg Anmeldung unbedingt erforderlich!
Im Zuge von Hitlers Kriegsvorbereitungen entstanden in Pfersee in kurzer Zeit drei Kasernen. In einer befand sich am Kriegsende ein Außenlager des KZ Dachau. Vor 80 Jahren - nach Kriegsende - wurden sie von der US-Army übernommen, zur Sheridan-Kaserne zusammengefasst und bis zum Abzug im Jahre 1998 genutzt. Inzwischen wurden fast alle Kasernengebäude abgerissen, es entstanden Wohnungen, ein neuer Park und ein Gewerbegebiet. Die Stadtführung macht - auch anhand zahlreicher Bilddokumente - die Geschichte dieses Gebietes deutlich: von der NS-Zeit (Konzentrationslager) über die Amerikaner bis hin zur heutigen Nutzung. Falls eine Besichtigung des ehemaligen Offizierscasinos möglich sein sollte, weisen wir darauf hin, dass das Gebäude nicht barrierefrei ist, und der Verwalter eine Haftung ausschließt. Anmeldung unbedingt erforderlich! Treff: Haltestelle Linie 6, Westfriedhof
Mit Herz-Jesu Kirche Die Geschichte Pfersees seit der Wertachregulierung 1855: Vom Dorf zum Industriestandort Arbeiterbewegung, erste Streiks, Wohnungsnot und hohe Sterblichkeit sind genauso Teil der Zeitgeschichte wie Bau und Gestaltung der Jugendstilkirche Herz Jesu, deren Besichtigung ein Teil der Führung ist. 100 Jahre nach der Industrialisierung begann die Auflösung der Fabriken - und damit die Entwicklung zum begehrten Wohn- und Geschäftsstandort. Stadtführung mit zahlreichen Bilddokumenten! Treff: Kaufhaus Konrad, Augsburger Straße 25 (Haltestelle Herz-Jesu Kirche, Linie 6) Anmeldung unbedingt erforderlich!
In Kooperation mit der Erinnerungswerkstatt und der Stolpersteininitiative sowie dem Evangelischen Forum Annahof Erinnerungsbänder und Stolpersteine zeigen uns den Weg zu Orten der NS-Zeit in Augsburg. Sie erhalten Informationen über Widerstand und Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung Augsburger Bürgerinnen und Bürger. Bei mehreren Stadtrundgängen an historischen Terminen wird Zeitgeschichte anhand diverser Biografien deutlich und erkennbar. Die Stadtführungen widmen sich unterschiedlichen Biografien und Wegen, unterscheiden sich also voneinander - und werden von unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure geführt. Ende: Hoher Weg Leitung: Inge Kroll, Fritz Schwarzbäcker Anmeldung für die Stadtführung unbedingt erforderlich!
Die Annastraße ist heute eine schnelllebige Einkaufsmeile. Dabei wird leicht übersehen, dass die Straße eine lange und spannende Geschichte hat. Warum fuhr hier z. B. einmal die Straßenbahn durch? Wir werfen einen Blick auf historische Gebäude, Geschäfte und ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner. Bedeutende Persönlichkeiten der Augsburger Geschichte wie die Fugger und Welser werden uns dabei begegnen. Auch den Martin-Luther-Platz werden wir besuchen und dessen Geschichte erkunden. Ende Königsplatz Treffpunkt: Annastraße - Ecke Steingasse Anmeldung unbedingt erforderlich!
Der 18 Hektar große, parkartige Westfriedhof besteht aus zwei Teilen: dem alten Teil, der angelegt wurde, als der Pferseer Dorffriedhof zu klein wurde, und einem neueren Teil, der ein Jugendstilgebäude als Aussegnungshalle und ein Krematorium enthält. Wir lernen die Geschichte dieses Friedhofs kennen, besuchen Kriegs- und KZ-Gräber, Jugendstiltempel und Armengräber, daneben Ehrengräber, Denkmäler, Baum- und Urnengräber. Wir folgen dem Wandel der Bestattungskultur mit ihren vielfältigen Möglichkeiten einer letzten Ruhestätte. Mit zahlreichen historischen Fotos. Anmeldung unbedingt erforderlich!
Die 1920er Jahre sind eine Blütezeit des Siedlungswesens und der Baugenossenschaften. Die Firnhaberau erfüllt beides in ihrer Verschränkung in Reinform. Mit viel Idealismus und Engagement wurde hier überwiegend von den Bewohnern ab 1921 bis noch nach dem 2. Weltkrieg eine Siedlung geschaffen, die bis heute nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt hat. Bei der Begehung werden außerdem die interessanten Schul-, Kirch-, Geschäfts- und Gaststätten-Gebäude vorgestellt´ Treff: Vor der Gaststätte Hubertushof beim Hubertusplatz Anmeldung unbedingt erforderlich!
Der Königsplatz ist weit mehr als nur eine große Straßenbahnhaltestelle. Auch der Park und der große Zugang zur Fußgängerzone zählen dazu. In den vergangenen rund 160 Jahren hat der Platz sich immer wieder stark gewandelt: von einer einstigen Verteidigungsbastion mit Gräben über einen eher ruhigen Park zum Flanieren bis hin zu einem bedeutenden Verkehrsknoten. In einem historischen Streifzug über den ursprünglichen Göggingertorplatz wollen wir seine Geschichte näher ergründen. Treffpunkt: Königsplatz, Ecke Fuggerstr. vor der Deutschen Bank Anmeldung unbedingt erforderlich!
Beim Rundgang durch die Augsburger Innenstadt wird beispielhaft auf das Schicksal, aber auch auf die medizinischen Leistungen verfolgter Ärztinnen und Ärzte eingegangen. Es wird erzählt, wie sie von ihrem Umfeld isoliert und ausgegrenzt wurden – und welche Formen der Solidarität und Unterstützung einige Mutige zeigten. Es werden ebenso Ärzte erwähnt, die sich in den Dienst der Nazi-Herrschaft stellten und nach 1945 weitestgehend ungeschoren im Amt bleiben konnten. In Kooperation mit: Ärztlicher Kreisverband, Jüdisches Museum Augsburg, Institute for Ethics and History of Health in Society (Medizinische Fakultät der Universität Augsburg) ErinnerungsWerkstatt Augsburg e.V. Treffpunkt: Foyer der Synagoge, Halderstraße 6-8
Der alte Arbeiterstadtteil ist einer der wichtigsten Orte des sozialen Wohnungsbaus der 1920er Jahre in Augsburg. Dessen bauliches Ausrufezeichen ist der Eschenhof, von wo die Führung startet. Treff: Straßenbahn-Haltestelle Eschenhof stadteinwärts (nicht Eingang Eschenhof!) Anmeldung unbedingt erforderlich!
Augsburg hat vermutlich das großartigste historische Wassersystem der Welt. Entlang der Lechkanäle und der Maximilianstraße gehen wir von Süden in Richtung Norden etwa 2 - 2 1/2 Kilometer bis zum Kino Liliom. Wir besichtigen dabei einige von insgesamt 22 Objekten des UNESCO Welterbes "Das Augsburger Wassermanagement-System" zum Thema Wasserbau, Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst. Die Führung endet am Kino Liliom. Genauer Treff: Eingang Spitalgasse, Am Roten Tor 5 Anmeldung unbedingt erforderlich!
1846 wurde der Bahnhof an den heutigen Platz verlegt. Damals war dies noch weit außerhalb der Stadt. Über eine schmale Gasse führte der Weg in Richtung der befestigten Stadt. Historische Gärten wurden von der Bebauung verdrängt und die Bahnhofstraße entwickelte sich zu einer wichtigen Verbindungsstraße, deren Bild sich im Laufe der Zeit stark verändert hat. Geschichte und Veränderungen der Straße werden anhand von Beispielen und Geschäften aufgezeigt. Treffpunkt: Königsplatz, Ecke Fuggerstraße vor der Deutschen Bank Anmeldung unbedingt erforderlich!
Göggingen hat sich mit dem Parktheater, den historischen, einer Kurstadt würdigen Bauten der Hessingklinik und vielen weiteren im Grünen gelegenen Villen seinen Charme bewahrt, dem wir auf der Führung nachgehen wollen. Treff: Vor der Dreifaltigkeitskirche nahe der Kreuzung Von-Cobres-Str./Klausenberg Anmeldung unbedingt erforderlich!
Bei den Führungen durch Augsburg sind Geschichten über Frauen und ihren Anteil am Leben dieser Stadt bisher leider immer zu kurz gekommen. Die Führung soll diese Lücke schließen und nimmt sich der Frauen an, die in Augsburg oder für Augsburg eine wichtige Rolle gespielt haben - sei es als Künstlerin, als Klosterfrau, als Politikerin, als Unternehmerin, im Handwerk und im Alltag oder als herausragende Persönlichkeit im öffentlichen Leben. Sie werden überrascht sein, an wie vielen Stellen auf einem Spaziergang von der Puppenkiste am Roten Tor über die Maximilianstraße und das Lechviertel bis zum Rathaus über starke Frauen erzählt werden kann und welche Spuren sie nicht nur in Augsburg hinterlassen haben. Anmeldung unbedingt erforderlich! Treffpunkt: Augsburger Puppenkiste
Das Antonsviertel ist ein hauptsächlich in der Gründerzeit und den 1920er Jahren erbautes Großstadtquartier. Es besticht neben vielen interessanten Wohnbauten mit dem Wittelsbacher Park und der architektonisch herausragenden, dem Stadtteil seinen Namen gebenden backsteinexpressionistischen Antonskirche, einem auch für viele Einheimische "hidden champion". Treff: Nord/Ost-Ecke Gögginger Str./Morellstr., Höhe Straßenbahn-Haltestelle Kongress am Park (Linie 1 stadteinwärts) Anmeldung unbedingt erforderlich!
Unter militärischen Gesichtspunkten war Haunsteltten im 2. WK für das NS-Regime sowie für die Westalliierten mit dem nördl. gelegenen Flugplatz und den Messerschmidt-Flugzeugwerken von herausragender Bedeutung - mit der Folge von schwersten Bombenangriffen insb. der US-Airforce auf ganz Haunstetten. Insb. der im Kern aus den 1930er Jahren stammenden Messerschmitt-Siedlung sowie dem heutigen Gedenkort für das KZ-Außenlager wollen wir uns mit der Führung näher widmen. Treff: Postillonstr. Höhe Straßenbahn-Haltestelle Hofackerstr. (Straßenbahn-Linie 3 stadteinwärts) Anmeldung unbedingt erforderlich!
Zwischen Rotem Tor, Wallanlage und Hl. Geist-Spital stehen seit Jahrhunderten die Türme, die Augsburg bis 1879 mit quellfrischem Trinkwasser versorgten. Frisch saniert faszinieren sie in einer der romantischen Ecken der Altstadt. Genießen Sie die besondere Stimmung einer Führung durch den großen und den kleinen Wasserturm, wenn es draußen schon dunkel ist. Anmeldung unbedingt erforderlich!
Zwischen Rotem Tor, Wallanlage und Hl. Geist-Spital stehen seit Jahrhunderten die Türme, die Augsburg bis 1879 mit quellfrischem Trinkwasser versorgten. Frisch saniert faszinieren sie in einer der romantischen Ecken der Altstadt. Wir besichtigen den Großen und den Kleinen Wasserturm, das Obere Brunnenmeisterhaus und den Kanal, durch den bis heute Wasser über ein Aquädukt in die Stadt geleitet wird. Der Große Wasserturm ist der älteste in ganz Mitteleuropa. Dieses Wasserwerk ist das Herz unseres Titels Unesco-Weltkulturerbe "Augsburger Wassermanagement". Anmeldung unbedingt erforderlich!
In Kooperation mit der Erinnerungswerkstatt und der Stolpersteininitiative sowie dem Evangelischen Forum Annahof Erinnerungsbänder und Stolpersteine zeigen uns den Weg zu Orten der NS-Zeit in Augsburg. Sie erhalten Informationen über Widerstand und Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung Augsburger Bürgerinnen und Bürger. Bei mehreren Stadtrundgängen an historischen Terminen wird Zeitgeschichte anhand diverser Biografien deutlich und erkennbar. Die Stadtführungen widmen sich unterschiedlichen Biografien und Wegen, unterscheiden sich also voneinander. Einschließlich Synagoge und Ghettohäuser. Leitung: Inge Kroll und Friedrich Schwarzbäcker. Anmeldung unbedingt erforderlich!
Türme, Tore und Mauern dienten der Verteidigung der Stadt, waren aber auch immer Ausdruck von Selbstbewusstsein und Stolz der Bürgerinnen und Bürger. Besuch der Ausstellung im Roten Tor und der angrenzenden Stadtmauer sowie Erkundungsgang in die grünen Wallanlagen mit Blick auf das alte Aquädukt. Anmeldung unbedingt erforderlich!
Unser Spaziergang führt zu einst bedeutenden Textilfabrik im Textilviertel: Wir starten bei der Neuen Augsburger Kattunfabrik, queren das Areal der Augsburger Kammgarnspinnerei und besichtigen schließlich Fabrikschloss und Glaspalast. Wie haben sich diese Industrieanlagen im Laufe der Zeit entwickelt? Was ist heute noch erhalten? Neben den ehemaligen Werksanlagen erkunden wir auch Arbeiterquartiere und Wasserbauwerke. Strecke ca. 4,5 Kilometer
Vom Markt über den Supermarkt zum Online-Handel, wie sich Einkaufsverhalten und Handel über die Jahrhunderte verändert haben. Anmeldung unbedingt erforderlich! Treffpunkt: Stadtmetzg (Ende Stadtmarkt)
Unser Rundgang auf dem ältesten Augsburger Friedhof - einem der schönsten Friedhöfe in Deutschland - führt uns zu den letzten Ruhestätten so bedeutender Augsburger Persönlichkeiten wie Christoph Nilson, A. B. von Stetten, Elias Holl, Fritz Koelle, den Familien Gollwitzer, Schaezler und Firnhaber. Abseits der Alltagshektik lassen wir diesen Ort auf uns wirken und hören u. a. Gedichte zum Sinn des Lebens. Dies und ein abschließendes Orgelkonzert machen diesen Besuch zu einem Erlebnis. Der Referent ist Autor eines Buchs zum Friedhof. Anmeldung unbedingt erforderlich!
Es gibt kaum eine Kirche in Augsburg, in der Stadt- und Bistumsgeschichte derart intensiv erläutert werden können wie im Augsburger Dom. Neben dem Ulrichsmünster ist die Kathedrale des Bistums Augsburg darüber hinaus eine der am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten. Sie entstand bereits im 8. Jahrhundert, der heutige Bau stammt aus dem Ende des 10. Jahrhunderts. Ob es die berühmten Prophetenfenster sind, die Holbeingemälde, die Bischofsgalerie, der Kreuzgang oder das Hochgrab der Familie Hirn: Ein Besuch der Kirche ist für an der Stadtgeschichte Interessierte ein absolutes Muss! Anmeldung unbedingt erforderlich!
Die beiden im Süden der Stadt gelegenen Kirchen, die den Namen des größten Augsburger Bistumspatrons "Ulrich" tragen, stehen stellvertretend für das zu Beginn des 16. Jahrhunderts sich abzeichnende Spannungsfeld während der Reformation - aber auch für die Augsburger Parität. Es ist nicht nur Stadt- und Reichsgeschichte, die hier präsentiert werden kann, sondern auch und vor allem Reformationsgeschichte. Anmeldung unbedingt erforderlich!
Was kommt aus der Neuen Welt? In Augsburg waren in früheren Zeiten Gewürze wichtige und sehr lukrative Handelswaren. Begleiten Sie mich auf einer Gewürzroute durch die Stadt und lernen Sie dabei Gewürze aus der ganzen Welt kennen und die Orte, an denen sie mit Augsburg verbunden sind. Bei dieser Stadtführung werden Sie die Stadt auf eine neue Art und Weise mit allen Sinnen erleben. Unser Weg führt uns dorthin, wo Gewürze eine Rolle spielten oder spielen, sei es als Würz- oder Heilmittel, als Duft- oder Farbstoff. Anmeldung zur Stadtführung erforderlich! Treffpunkt: Augustusbrunnen (Ende Altstadt)
On March 22, 1933—one day before the German Reichstag passed the Enabling Act (Ermächtigungsgesetz)—the leading associations of German physicians sent a letter of allegiance to Adolf Hitler in a show of premature obedience. This was followed by work restrictions, exclusion, expulsion, revocation of licenses, and the extermination of Jewish and politically persecuted doctors. During the tour of Augsburg's city center, we will examine the fate of some of these doctors, as well as their pioneering medical achievements. In cooperation with: Augsburg Medical Association, Jewish Museum Augsburg, Institute for Ethics and History of Health in Society (Faculty of Medicine, University of Augsburg), ErinnerungsWerkstatt Augsburg e.V. meeting point: Foyer der Synagoge, Halderstraße 6-8