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Angst hat viele Gesichter. Interdisziplinäre Perspektiven auf ein Grundgefühl des Menschen.
Vortragreihe in Kooperation mit der Universität Augsburg und dem Kulturamt der Stadt Augsburg

Höllen-, Hexen- und Zauberangst: Erscheinungsformen, Stilllegungen und Transformationen in der Neuzeit

Angst vor Hölle, Hexerei und dämonischen Mächten prägte die Vorstellungswelt vieler Menschen der frühen Neuzeit. Lange galt die Vorstellung, die Kirche habe diese Ängste vor allem zur Kontrolle der Gläubigen genutzt, während Aufklärung und moderne Wissenschaft sie als Aberglauben zurückdrängten.

Die neuere Kulturgeschichte zeigt jedoch ein differenzierteres Bild: Religiöse Ängste dienten nicht nur der Einschüchterung, sondern boten auch Erklärungen und Bewältigungsmöglichkeiten für existenzielle Bedrohungen. Mit dem Wandel zur Aufklärung verschwanden Ängste nicht, sondern veränderten ihre Gestalt. An die Stelle von Hölle und Hexerei traten neue Unsicherheiten – etwa die Angst vor den Folgen menschlichen Handelns, vor Krieg, gesellschaftlichen Krisen und ökologischen Gefahren.

Prof. Dr. Wolfgang E. J. Weber ist Historiker an der Universität Augsburg, zuletzt wiss. Sekretär des Instituts für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg. Zahlreiche Publikationen u. a. zur politischen Ideengeschichte

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Angst hat viele Gesichter. Interdisziplinäre Perspektiven auf ein Grundgefühl des Menschen.
Vortragreihe in Kooperation mit der Universität Augsburg und dem Kulturamt der Stadt Augsburg

Höllen-, Hexen- und Zauberangst: Erscheinungsformen, Stilllegungen und Transformationen in der Neuzeit

Angst vor Hölle, Hexerei und dämonischen Mächten prägte die Vorstellungswelt vieler Menschen der frühen Neuzeit. Lange galt die Vorstellung, die Kirche habe diese Ängste vor allem zur Kontrolle der Gläubigen genutzt, während Aufklärung und moderne Wissenschaft sie als Aberglauben zurückdrängten.

Die neuere Kulturgeschichte zeigt jedoch ein differenzierteres Bild: Religiöse Ängste dienten nicht nur der Einschüchterung, sondern boten auch Erklärungen und Bewältigungsmöglichkeiten für existenzielle Bedrohungen. Mit dem Wandel zur Aufklärung verschwanden Ängste nicht, sondern veränderten ihre Gestalt. An die Stelle von Hölle und Hexerei traten neue Unsicherheiten – etwa die Angst vor den Folgen menschlichen Handelns, vor Krieg, gesellschaftlichen Krisen und ökologischen Gefahren.

Prof. Dr. Wolfgang E. J. Weber ist Historiker an der Universität Augsburg, zuletzt wiss. Sekretär des Instituts für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg. Zahlreiche Publikationen u. a. zur politischen Ideengeschichte

29.07.26 20:37:53