Vorträge
Festvortrag anlässlich des 400. Weihetags der Basilika St. Peter in Rom mit bisher unveröffentlichten Forschungen des Doyens der Kunstgeschichte; mit musikalischer Rahmung und einem Grußwort von Bischof Dr. Bertram Meier. Referent: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Bredekamp, Berlin Musik: Julian Johannes (Oboe), Thomas Becherer (Klavier), Stücke von Arcangelo Corelli (1653-1713) Eine Veranstaltung des Akademischen Forums der Diözese Augsburg in Kooperation mit der Katholisch-Theologischen Fakultät und dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte, Universität Augsburg, der Katholischen Akademie in Bayern und der Augsburger Volkshochschule. Ort: Haus Sankt Ulrich Kosten: 6.- Euro an der Abendkasse (Schüler und Studenten frei) Anmeldung erbeten unter akademisches-forum@bistum-augsburg.de
Dieses Semester widmet sich nochmals der Renaissance-Kunst in der Zeit zwischen 1450-1600.
1581 schlug die Geburtsstunde der Republik der Vereinigten Niederlande, als sich die sieben nördlichen niederländischen Provinzen von der spanischen Herrschaft lossagten. Damit begann eine tiefgreifende künstlerische Neuentwicklung, die zur Ausbildung eines eigenen Malstils führte, der heute im deutschen Sprachraum als „holländisch“ bezeichnet wird. Dabei blieben die Themen der niederländischen Malerei bestehen. Landschaftsbilder, Seestücke und Genrebilder erhielten jedoch regionaltypische Züge; viele Sujets spiegelten den bürgerlich geprägten Alltag. So rückten Dünenlandschaften, holländische Küsten und häusliche Interieurs ins Zentrum und prägten damit ein Angebot zur Identifikation, in dem das Streben nach politischer Unabhängigkeit Ausdruck fand. Für die flämische Malerei blieben die traditionellen Auftraggeber – Adel und Kirche – weiterhin bestimmend. Das belegt beispielhaft das Werk von Peter Paul Rubens, der aber auch in den nördlichen Niederlanden viele Bewunderer fand – darunter Rembrandt, der in seinen Werken den künstlerischen Wettstreit suchte und in der Auseinandersetzung eigene Impulse setzte. In der Führung werden anhand von Beispielen in der Alten Pinakothek die Unterschiede, aber auch die Parallelen der künstlerischen Auffassungen vorgestellt. Mirjam Neumeister ist Sammlungsdirektorin der Alten Pinakothek und Sammlungsleiterin für Flämische Barockmalerei an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München.
1581 schlug die Geburtsstunde der Republik der Vereinigten Niederlande, als sich die sieben nördlichen niederländischen Provinzen von der spanischen Herrschaft lossagten. Damit begann eine tiefgreifende künstlerische Neuentwicklung, die zur Ausbildung eines eigenen Malstils führte, der heute im deutschen Sprachraum als „holländisch“ bezeichnet wird. Dabei blieben die Themen der niederländischen Malerei bestehen. Landschaftsbilder, Seestücke und Genrebilder erhielten jedoch regionaltypische Züge; viele Sujets spiegelten den bürgerlich geprägten Alltag. So rückten Dünenlandschaften, holländische Küsten und häusliche Interieurs ins Zentrum und prägten damit ein Angebot zur Identifikation, in dem das Streben nach politischer Unabhängigkeit Ausdruck fand. Für die flämische Malerei blieben die traditionellen Auftraggeber – Adel und Kirche – weiterhin bestimmend. Das belegt beispielhaft das Werk von Peter Paul Rubens, der aber auch in den nördlichen Niederlanden viele Bewunderer fand – darunter Rembrandt, der in seinen Werken den künstlerischen Wettstreit suchte und in der Auseinandersetzung eigene Impulse setzte. In der Führung werden anhand von Beispielen in der Alten Pinakothek die Unterschiede, aber auch die Parallelen der künstlerischen Auffassungen vorgestellt. Mirjam Neumeister ist Sammlungsdirektorin der Alten Pinakothek und Sammlungsleiterin für Flämische Barockmalerei an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München.
Wenn man heute das Wesen des Kunsthandels betrachtet, so mag vor allem ins Auge stechen, dass z. T. enorme Summen mit dem Verkauf von Kunst verdient werden können. Wie war das in der Vergangenheit? Was genau taten Kunsthändler und was tun sie heute immer noch?
Wie gehen Antike, Mittelalter und Frühe Neuzeit mit dem Thema Erotik resp. Nacktheit in der Kunst um? Wie wirkten Venus oder Eva auf den damaligen Betrachter?