Gesellschaftlicher Dialog
"Kultur und Zivilisation sind niemals ein für allemal fester Besitz."- Roman Herzog
Die großen gesellschaftlich-politischen Herausforderungen unserer Zeit sind: Demokratie stärken, Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Digitale Transformation - und dies angesichts politisch-wirtschaftlicher und sozialer Herausforderungen in Zeiten wachsender Instabilität.
Sie rufen nach Klarheit und Orientierung im Dschungel der Information, nach Tiefgang und nach Differenzierung.
Was macht KI mit unserem Denken? Wie verändern ChatGPT und seinesgleichen, Fake News, Deepfakes etc. unser Denken und unser moralisch-ethisches Handeln? Anhand von Prompts, Bildern und Texten betrachten wir, wie sich die Grenzen von Wahr und Falsch verschieben können, aber auch, wo die Grenzen der KI sind und wo wir sie selbst setzen müssen. Begleiten Sie mich auf eine Reise durch die Manipulierbarkeit eines Systems, das versucht, uns zu manipulieren, und sehen Sie, warum die Philosophie die KI noch immer schlägt. Kleine Gruppe - max. 15 Personen.
Was passiert, wenn eine Gesellschaft aufhört, Männern Geschichten zu erzählen, in denen sie sich wiederfinden können? In diesem Vortrag analysiert Eva Ladipo, wie Popkultur, Politik und Medien ein Vakuum hinterlassen haben, das rechte Influencer, toxische Männerforen und autoritäre Rollenvorbilder wie Trump oder Musk füllen. Zwischen Kinoleinwand und Kommentarspalten, zwischen #MeToo und der AfD wird deutlich: Wer nicht über Männlichkeit spricht, überlässt das Feld denen, die sie am liebsten in Machtfantasien und Frauenhass konservieren möchten. Eva Ladipo studierte Politische Wissenschaften in Cambridge und arbeitete als Redakteurin, Ressortleiterin und Korrespondentin bei der FAZ, der Financial Times Deutschland, Vanity Fair, der Financial Times und der Welt.
Karl Jaspers zählt in seinem Werk „Die großen Philosophen“ Sokrates zusammen mit Buddha, Konfuzius und Jesus zu den „maßgebenden Menschen“. Eine höhere Auszeichnung kann er ihm nicht geben. Der Mensch und Philosoph Sokrates tritt uns bei Platon besonders im Kontext seiner Verurteilung gegenüber. Wir sehen uns v. a. die platonischen Dialoge „Apologie des Sokrates“ und „Kriton“ an. Textauszüge werden zur Verfügung gestellt.
Wie sicher ist Augsburg und für wen gilt das eigentlich? Warum wird Sicherheit so unterschiedlich wahrgenommen? Welche Rolle spielen persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Strukturen? Sicherheit ist nicht für alle gleich: Während sich manche geschützt fühlen, erleben andere im Alltag Unsicherheit oder Angst. Das Podiumsgespräch beleuchtet Sicherheit als vielschichtiges Thema im Spannungsfeld von subjektiver Wahrnehmung, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und staatlichem Handeln. Es nehmen teil: Barbara Habermann (Caritasverband, Bereichsleitung Soziales sowie Referatsleitung für Sucht und Psychiatrie) Frank Pintsch (Ordnungsreferent) Michael Riederer (Polizeivizepräsident) Dr. Isabella Wlossek, (Caritasverband Referatsleitung Migration) Gemeinsam diskutieren die Teilnehmenden unterschiedliche Blickwinkel, Konfliktlinien und Ansätze für eine inklusive Sicherheitskultur in Augsburg. Moderation: Andrea Wenzel (Augsburger Allgemeine) Eine Veranstaltung im Rahmen des Kulturprogramms zum Augsburger Friedensfest 2026 Zeughaus, Filmsaal (Raum 300)
Die Frage nach der Zeit stellt sich im Laufe der Philosophiegeschichte immer wieder als zentrales Problem heraus. Doch wie antworten die großen Philosophen darauf? Ein Streifzug durch die objektive und subjektive, endliche und unendliche, veränderbare und unveränderliche Zeit von der Stoa über Augustinus und Thomas von Aquin zu Kant und Hegel sowie Nietzsche, Heidegger und heutigen Philosophen.
Die Untersuchung der Evolution des Menschen ist eine durchaus kriminalistische Spurensuche. Gibt es Opfer? Wer ist der Täter? Falsche Fährten, lügende Zeugen, irrende Gutachter, uneindeutige, fehlende oder gar gefälschte Beweise, Sackgassen der Ermittlungen: Wir nehmen die Spur auf und werden versuchen, Licht in die Sache zu bringen und den verzwickten Fall zu lösen.
Wir leben in einer Gesellschaft in der Stärke und Effizienz viel zählen. Maria und Marta, zwei Schwestern, gefangen im Spannungsfeld ihrer Gefühle. Sie verlieren plötzlich ihren Bruder durch Krankheit. Es fällt nicht nur ein geliebter Mensch weg, sondern der Halt im Alltag. Anhand des biblischen Bildes von Maria und Marta wollen wir darüber nachdenken: wie können wir mit Überforderung im Alltag umgehen. Interaktiver Austausch in der Gruppe.
Ab 30 v. Chr. begann in Ägypten ein neues Kapitel der Geschichte: die römische Epoche. Mehrere Jahrhunderte lang stand das Land am Nil unter römischer Herrschaft – eine Zeit, in der sich römische Verwaltung und ägyptische Traditionen auf besondere Weise begegneten. Sie erhalten einen Überblick über das römische Ägypten, seine politischen Strukturen, kulturellen Entwicklungen und die fortdauernde Faszination, die diese Epoche bis heute ausübt.
Im Vortrag wird die harmonische Beziehung zwischen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Musikern in den letzten beiden Jahrhunderten behandelt. Beispiele sind Wilhelm E. Webers Forschungen zu adiabatischen Phänomenen und kompensierten Orgelpfeifen, sowie Friedrich Trautweins Arbeiten zur Radio-Klangtreue und seine Erfindung des Trautoniums. Myles W. Jackson ist ein US-amerikanischer Wissenschaftshistoriker und derzeit Professor am Institute for Advanced Study, Princeton.
Wir begeben uns auf einen Streifzug durch die Musikgeschichte und gewinnen neue Perspektiven und Höreindrücke, indem wir ausgewählte Komponisten und Werke besprechen und Auszüge aus bedeutenden Musikstücken hören. In diesem Semester beschäftigen wir uns mit Werken vom Barock bis zum 18. Jahrhundert. Leitung: Dipl.-Theol. Beate Hartley-Lutz, M. A. Termine 11. und 18. Juni, 2., 9. und 23. Juli
Im April 2027 finden in Frankreich die Präsidentschaftswahlen statt. Emmanuel Macron darf laut Verfassung nicht mehr als Kandidat antreten. Was hat er in seiner Amtszeit erreicht? An welchen Vorhaben ist er gescheitert? Wie blicken die Franzosen auf seine Amtszeit? Wie hat sich in seiner Präsidentschaft das deutsch-französische Verhältnis entwickelt? Und was und wer wird nach ihm kommen? Diese Fragen diskutieren Helene Bubrowski (Chefredakteurin bei Table Media und ab 2027 Herausgeberin der FAZ) und Michaele Wiegel (Auslandskorrespondentin der FAZ für Frankreich)